architektur im kino im wintergarten im andreasstadel orginisatitor ist der bund deutscher baumeister architekten und ingenieure e.v. regensburg

Diesjährig bereits zum dritten Male, präsentiert die Bezirksgruppe Regensburg die Filmreihe „Architektur im Kino“. Wir haben wieder ein interessantes und umfangreiches Programm zusammengestellt um für Fachkundige sowie auch Fachfremde das Thema Architektur zu beleuchten.



Mi 01.02.2012 | 19.00

    TALL - Die amerikanischen Wolkenkratzer und Louis Sullivan
normen foster film
TALL (groß), der Film des in Saarbrücken geborenen Regisseurs Manfred Kirchheimer (" WIR WAREN SO BELIEBT", "STATIONS OF THE ELEVATED") ist eine lyrische Dokumentation über die Entstehung der amerikanischen Wolkenkratzer und deren berühmtesten Architekten Louis Sullivan. Sullivan, bekannt als Frank Lloyd Wrights "lieber Meister" ist heute anerkannter 'Vater der Wolkenkratzer', damals jedoch wurde er im Alter von 43 Jahren völlig ignoriert und lebte fortan noch 24 Jahre in beklagenswertem Zustand. Spannt man einen Bogen von Beginn der ersten größeren Gebäude ab 1870 in New York und Chicago bis zu den heutigen postmodernen 'Boxes' (Schachteln), vereint der Film einen Mix aus verschiedenen Stilen und Materialien (Live-Aufnahmen, Archiv-Fotos, Graphiken, handgemalte Postkarten, futuristische Comic-Zeichnungen). Er zeigt die Technologie, die es überhaupt erst möglich machte, höhere Gebäude zu bauen, er zeigt die Suche nach einem einheitlichen Design für die unvorhergesehen neuen Formen, und er ezigt den Kampf der Architekten, ihre künstlerische Integrität zu wahren.

Erfüllt vom Geist der Emerson und Lincolns, sowie überzeugt von den Erfolgen der Demokratie, war Louis Sullivan ein unverbogener Idealist, für den Kompromisse nicht in Frage kamen. In eienr 15 Jahre dauernden Aera veränderte er Gesicht und Form der 'großen' Gebäude. Die Architekten und Förderer der späteren "Moderne" lobten Sullivan, aber wie schon die Kritikerin Ada L. Huxtable hervorhob: "Sie akteptierten seine Wissenschaft, lehnten aber seine Ästhetik ab. [...] je üppiger seine Ornamente, desto mehr wendeten sie die Augen ab [...] Sie stritten ihm das Recht auf Poesie ab."

Deutsche und holländische Modernisten des späteren Bauhaus waren sehr beeinflusst von der damals 1910 in Berlin stattfindenden Ausstellung, die art-verwandte Werke von Sullivans Nachfolger Frank Lloyd Wright zeigte, diese begleiteten die Publikationen von Ernst Wasmuth über Wrights ausgeführte Bauten und Entwürfe.

Diese architektonische Periode und Louis Sullivans Rolle darin wurde im Film noch nie tiefgehend und deutlich dargestellt. Dieser Film soll stimulieren und aufklären, ohne die Komplexität zu verlieren, die dem intellektuellen Anspruch dient. Durch seinen kaleidoskopischen Blick und die Freiheit der Form, möchte der Film dieses seltsame Phänomen - ob gut oder schlecht - dramatisieren, das Entstehen der Wolkenkratzer. (Text/Bild: MOP)

USA 2004, 85', Manfred Kirchheimer, Walter Hess


Mi 08.02.2012 | 19.00

    Frank Lloyd Wright 
zahlreichen präzise komponierten Ansichten die moderne Architektur, die reichlichen Kunstobjekte und die weiten, leeren Räume der neuen Stadt.

Frank Lloyd Wright ist das Portrait eines der größten Architekten der Moderne. In seinem langen, fruchtbaren, aber auch von Zwiespälten gekennzeichneten Leben schuf Frank Lloyd Wright mehrere brilliant konzipierte und höchst originelle öffentliche und private Gebäude, welche geschützt und erhalten werden. Interieur, Möbel und dekorative Elemente erfreuen sich auch heute großer Beliebtheit und werden gerne in Museumsausstellungen präsentiert. (Text/Bild: goodmovies)


USA 1998, 110', Regie: Ken Burns, Lynn Novick


Mi 15.02.2012 | 19.00

    OSCAR NIEMEYER - Das Leben ist ein Hauch 
Bird's Nest – Herzog  & de Meuron in China

auf vielfachen Wunsch, wieder mit im Programm

Oscar Niemeyer ist der letzte noch lebende Vertreter der klassischen Architektur-Moderne des letzten Jahrhunderts. Entstanden 2007 zu seinem 100. Geburtstag lässt der Dokumentarfilm OSCAR NIEMEYER – DAS LEBEN IST EIN HAUCH den Stararchitekten selbst die Geschichte seiner großen Bauprojekte erzählen. Wegbegleiter wie der Schriftsteller José Saramago, der Liedermacher Chico Buarque oder der Historiker Eric Hobsbawn äußern sich über den Architekten und sein Werk. (Text/Foto: Salzgeber)

Ein Film von Fabiano Maciel und Sacha | Musik von João Donato | BR 2007, 85 Minuten, OmU
Der Original-Soundtrack stammt vom legendären Bossa-Nova-Pianisten João Donato.



Mi 22.02.2012 | 19.00

    INFINITE SPACE - Der Architekt John Lautner
Luis Barragán - Die stille Revolution

Regensburger Erstaufführung

Die Häuser von John Lautner gehören zum Aufregendsten, was die amerikanische Architektur hervorgebracht hat. Einem unbedingten Schönheitsideal verpflichtet, wirken ihre Räume unendlich – aus der Perspektive der Bewohner, denn Lautners Architektur ist für den Menschen gemacht. Jedes Haus ist ein Kunstwerk für sich, definiert das Verhältnis von Innen- und Außenraum neu. Viele sind auch als Filmkulissen berühmt geworden: James Bond lief in den 1960ern durch das „Elrod House“, Tarantino belebte für Pulp Fiction ein „Googie“-Restaurant wieder und Colin Firth’s für den Oscar nominierte Darstellung in A Single Man wurde in der „Schaffer Residence“ gedreht.


INFINITE SPACE – DER ARCHITEKT JOHN LAUNTER ist das Porträt eines visionären Architekten und erscheint in Deutschland zu seinem 100. Geburtstag. Der Film führt durch die Karriere Lautners, arbeitet die wichtigsten Prinzipien seines Werks heraus, lässt ihn selbst (mithilfe von Audio-Archivmaterial) seine Arbeiten kommentieren und befragt wichtige Weggefährten des Architekten: seine Familie, seine Mitarbeiter und ehemalige Bauherren, außerdem berühmte Lautner-Fans wie Frank O. Gehry. Die heutigen Hausbesitzer ließen Murray Grigor und seinen Kameramann Hamed Shams den Zauber und die unvergängliche Schönheit von John Lautners unendlichen Räumen einfangen. (Text/Foto: Salzgeber)

USA 2008, 91 Min., OmU, Regie: Murray Grigor, mit: Sean Connery, Karol Lautner Peterson, Frank Gehry, Helena Arahuete u.a.



Mi 29.02.2012 | 19.00

    HOW MUCH DOES YOUR BUILDING WEIGH, MR. FOSTER?
Ideenwettbewerb Losttown Architektur

Ein Film von Carlos Carcas & Norberto López Amado


Seine Entwürfe bestechen durch ihre Logik und sind keine langweiligen Funktionskonglomerate. Der Hearst Tower in New York City, Hongkongs Flughafen Chek Lap Kok, die Reichstagskuppel in Berlin, das Viaduc de Millau über dem südfranzösischen Tarntal, das renovierte Grand Hotel Dolder in Zürich oder die in Bau befindliche Masdar City in Abu Dhabi sind wahre Oden an die Technik, Widerspruch kann da nicht aufkommen. Das Büro Norman Fosters entwarf diese überbordenden Zukunftsvisionen, die wie Landmarken aus der Stadtlandschaft ragen.
Der Film erzählt Norman Fosters Weg vom Arbeitersohn aus Stockport, südöstlich von Manchester, der sich früh für Architektur begeistert und nach Royal Air Force und Architekturstudium an der Yale School of Art and Architecture mit Richard Buckminster Fuller zusammenarbeitet und anschliessend mit seiner Frau Wendy sowie Sue und Richard Rogers ein Architekturbüro gründet. Es ist eine rasante Geschichte, in der es immer auch um das Prinzip hinter dem großen Entwurf geht, um die Suche nach der technisch und handwerklich perfekten Lösung. Deutlich wird dies im Kleinen, in der Perfektion, für die Foster-Entwürfe bekannt sind.
Bei der Arbeit an der Zentrale des englischen Renault-Importeurs gefiel den Auftraggebern ein Tisch im Büro der Archi tekten. Foster entwickelte die Idee weiter. Ein vernickeltes Untergestell entstand mit Saugnäpfen, wie sie Glaser verwenden, wenn sie große Scheiben einsetzen. Auf den Saugnäpfen liegen die schweren Glasplatten, die den vielfach verstellbaren Arbeitstischen die leichte Anmutung geben. Der Hightech-Tisch gefiel nicht nur Renault-GB. Das Tischsystem Nomos ist heute einer der Designbestseller des Architekten Norman Foster. Nomos bringt Fosters Arbeit auf den Punkt. Schönheit ist hier eine Frage der Logik. (Text/Bild:dogwoof)

UK/ES 2010, 73', Carlos Carcas, Norberto López Amado



Mi 07.03.2012 | 19.00

    REM KOOLHAAS - A Kind of Architect
goff in der wueste kino

Kaum ein Architekt hat in den letzten Jahren außerhalb der Architekturszene für so viel Aufsehen gesorgt wie Rem Koolhaas. Dem Holländer ging es nie um das einzelne »masterpiece«, sondern stets darum, zu provozieren und Spannung zu erzeugen. Die Seattle Library, die Casa da Música in Porto oder die Niederländische Botschaft in Berlin sind eindrucksvolle Beispiele einer Architektur, die mehr sein will als bloße Architektur.
Die Bedeutung und das internationale Renommee des »Architekturdenkers« (Der Spiegel) bezeugen nicht zuletzt eine Professur an der Harvard-Universität und die Verleihung des Pritzker-Preises im Jahr 2000. Die Jury würdigte Koolhaas als »Visionär und Ausführer, Philosoph und Pragmatiker, Theoretiker und Prophet«.
(Text/Foto: absolutmedien)

Mit der Musik von Stefan Kozalla alias Adolf Noise alias DJ Koze.


D 2005, 97', Regie: Markus Heidingsfelder, Min Tesch



            

 

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